Hundeschwimmen zum Abschluss der Freibadsaison

Der letzte Öffnungstag in den Freibädern in Hochspeyer und Otterberg ist den Hunden vorbehalten. Sie durften sich am Wochenende in den Schwimmbecken austoben. Währenddessen hieß es für Herrchen und Frauchen „Wir müssen draußen bleiben“ – zumindest aus dem Wasser.

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Das Hundeparadies erstürmen

Von wegen „Bei dem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür“: Dass Hunde auch bei Regen ihren Spaß haben, wird am Samstag beim ersten Hundeschwimmen im Otterberger Naturschwimmbad deutlich. Die Hundehalter hätten sich zwar Sonne und zehn Grad wärmer gewünscht, aber schließlich gehen sie ja nicht baden. Am letzten Saisontag ist das Schwimmen den Vierbeinern vorbehalten. Nachdem die Hunde am Eingang die Impfpasskontrolle durch Anja Danilko von der Tierrettung Kindsbach passiert haben, können sie das Hundeparadies erstürmen.

Von der Leine befreit, sausen große wie kleine Hunde ausgelassen über die eingezäunte Wiese. Fröhliches Gebell ihrer Lieblinge beim „Fang mich doch“-Spiel lässt den Hundehaltern das Herz aufgehen. Viele Hunde gehen ins Wasser des Nichtschwimmerbeckens. Aufgrund seines flach abfallenden Einstiegs ist es auch für kleine Hunde geeignet.

Friedlich miteinander herumtollen

Stiffler, eine französische Bulldogge, wird nicht müde, den Ball immer wieder aus dem Wasser zu holen. Dank einer Schwimmweste, die Bulldoggen wegen ihres Körperbaus tragen sollten, ist dies für den vierjährigen Rüden kein Problem. Als er einmal bei der Ballsuche vom Kurs abkommt, geht einer der 13 ehrenamtlichen Helfer der Tierrettung ins Wasser und zeigt ihm den Weg. Stifflers Besitzer Jessica und Fabian Baumann aus Hermersberg schmunzeln: „Er liebt das Wasser und ist dann nicht mehr zu bremsen.“ Ein Dobermann mit der Aufschrift „Blondenführhund“ auf seinem Hundegeschirr vollbringt wahre Bocksprünge im Wasser und legt sein Spielzeug dann erwartungsvoll vor Frauchens Füße. „Wenn das Wetter besser wäre, würde ich mit Kessy ins Wasser gehen“, sagt Marie Streuber aus Mehlbach. Ein wahrer Balljunkie ist Mailow, ein Bolonka Zwetna Rüde und angehender Malteser-Besuchshund. Sein Herrchen Xaver Spangenberger aus Otterberg ist begeistert, dass das Schwimmbad diese Möglichkeit anbietet.

Kai Zöller, Vorsitzender der Animal Sunshine Farm und Leiter der Tierrettung Kindsbach, wundert sich nicht, dass so viele fremde Hunde friedlich miteinander herumtollen: „Wenn Herrchen und Frauchen sich raushalten, dann läuft das alles ruhig ab. Die Hunde regeln das untereinander.“